Bonn, Germany: Empfehlung der Strahlenschutzkommission (Recommendation of the commission for radiation protection)


" (...) Über spezielle Effekte, die nicht auf der Erwärmung beruhen, wird in der Literatur seit ungefähr
15 Jahren berichtet. Wenn eine Hochfrequenzstrahlung mit einer anderen Frequenz amplitudenmoduliert
ist, können Feldwirkungen auftreten, welche bei unmodulierter Strahlung nicht
existieren. Es handelt sich meistens um Veränderungen der Permeabilität von Zellmembranen.
Beispielsweise wurde festgestellt, daß bei einer HF-Strahlung mit einer Frequenz von 147
MHz, die mit Frequenzen zwischen 6 und 20 Hertz moduliert war, der Kalziumausstrom aus
Zellkulturen bei bestimmten Frequenzen signifikant (um 10 bis 20 %) erhöht war.
Insgesamt wurde eine komplexe Abhängigkeit dieser Effekte von Intensität und Frequenz beobachtet,
wobei spezielle Frequenzbereiche besonders wirksam sind. Die Membraneffekte wurden
vielfach bestätigt, so daß ihre Existenz heute als gesichert gilt. Hervorzuheben ist, daß die
SAR-Werte hierbei teilweise kleiner als 0,01 W/kg sind und damit erheblich unterhalb thermisch
relevanter Intensitäten liegen.
Außer den in vivo und in vitro beobachteten Wirkungen auf die Membranpermeabilität von
Kalziumionen wurden bei Katzen und Kaninchen auch Veränderungen des EEG sowie der
Phagozytoseaktivität von Lymphozyten festgestellt. (...)"
Strahlenschutzkommission
Schutz vor elektromagnetischer Strahlung beim Mobilfunk
Empfehlung der Strahlenschutzkommission
Verabschiedet in der 107. Sitzung der Strahlenschutzkommission am 12. Dezember 1991 Bonn
Published in: Bundesanzeiger Nr. 43 vom 03. März 1992
http://www.worldcat.org/oclc/183303083
and published in: Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission, Band 24
http://www.worldcat.org/oclc/889718500
http://freiburger-appell-2012.info/media/SSK-Empfehlungen%201991.pdf page 6

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