"(...) Aber, da der dabei entstehende Kalkstaub neben den Dioxinen/ Furanen auch Säuren, Stickoxide, Kohlendioxid und andere organische Komponenten abscheidet, wirft das Vielstoff-Gemisch „MVAAbgas“ noch viele Fragen nach Verdrängungsprozessen auf dem Reinigungskalk oder nach dem Verbleib von MVA-Feinstaub und -Ultrafeinstaub auf! Wie wir aus der Dieselruß-Problematik im Straßenverkehr wissen (siehe auch den Beitrag von Frentzel-Beyme), erzeugt der direkt lungengängige Feinstaub und Ultrafeinstaub (Nano-partikel) eine viel gravierendere Toxizität als der in der 17. BImSchV genannte und gemessene Gesamtstaub, der gem. TA-Luft eine Partikelgröße > 10 µm hat."
http://www.100-strom.de/files/Muellverbrennungsanlagen_Rosin_2008.pdf page 2
"In Großbritannien wurde bereits 1999 unter der Rubrik Hypothesis
in der international renommierten Ärztezeitschrift Lancet (SEATON et al. 1995) das Resultat einer Metaanalyse wie folgt interpretiert: Epidemiologische Studien haben konsistent Assoziationen zwischen partikulärer Luftverschmutzung nicht nur mit der Verschlimmerung von Atemwegserkrankungen in bereits erkrankten Personen gezeigt, sondern auch das Ansteigen der Todesfälle an Herzkreislaufkrankheiten und Atemwegserkrankungen bei älteren Personen. Metaanalysen dieser Studien
lassen die Erklärung durch irgendwelche andere Risikofaktoren (sog. confounder) als unwahrscheinlich erscheinen, sie weisen vielmehr auf einen direkten Ursache-Wirkungs-Effekt hin. Vorgeschlagen wird, dass die Erklärung in der Zusammensetzung der städtischen Partikelwolken liegt, die bis zu 100.000 Nanometer-große Partikel in einem ml mit einer gravimetrischen Konzentration von nur 100-200 µg/m3 Partikel enthält. Die ultrafeinen Partikel können alveoläre Entzündungen hervorrufen mit der Abgabe solcher Mediatorensubstanzen, die in empfänglichen Personen Exazerbationen von Lungenstörungen und erhöhte Blutgerinnung bewirken, womit die beobachteten Anstiege an Herzkreislaufkrankheiten als Folge hoher Verschmutzungsepisoden erklärbar sind. Kinder gehören zu den empfänglichsten Risikogruppen, wie die Herausgeber des ...... Müllverbrennung 28 ...l umwelt·medizin·gesellschaft | 21 | 3/2008 MURL-Berichts (1999) im Düsseldorfer Medizinischen Institut für Umwelthygiene (MIU) Krämer und Ranft 2003 als Ergebnis vergleichender Studien in Deutschland am Beispiel akuter Krankheitsraten nachgewiesen haben (KRÄMER et al. 2003)."
http://www.100-strom.de/files/Feinstaub_MVA.pdf page 27f
Feinstaub aus Müllverbrennungsanlagen (MVAs) und Gesundheit
Rainer Frentzel-Beyme
http://www.umg-verlag.de/umwelt-medizin-gesellschaft/308_f-b.pdfProf. Dr. med. Rainer Frentzel-Beyme
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